Freudenreichalm
Charakter Echte und aktive Brotzeitalm mit bescheidener Bewirtung
Lage Unterm Freudenreichsattel und der Brecherspitz auf 1262 m
Telefon keines , Auskunft ggf beim Bauern 08026-8427
Ruhetag Keinen; nur zur Almzeit geöffnet (ca. Juli-September).


Gefährliche Wallfahrt
Der alte Wallfahrtsweg vom Tegernsee nach Birkenstein führte über den Kühzagl und über Neuhaus und war in früheren Zeiten sehr beliebt. Es war am 8. Mai 1878 als an der Stelle, wo die Kapelle heute steht, der brave Kooperator Josef Vogt aus Rottach Egern nicht vom Pfade der Tugend, sondern vom Weg abkam und tödlich in den Dürnbach stürzte. In der alten Gedenktafel, die auch in der kürzlich renovierten Kapelle steht, ist das Wort „Kooperator“ fast so, wie man auf bayrisch („Koprata“) sagt, „Copperator“ geschrieben. Ein paar hundert Meter weiter bergauf ist ein kleines Marterl, das sehr alt aussieht und vielleicht auch ist. Erst 1933 wurden vom Forstamt in die Nischen 3 Blechtaferl gesetzt ( Mutter Gottes von Birkenstein, heiliger Hubertus und heiliger Sebastian). Kürzlich von einem Wohltäter renoviert.


Ausgangspunkt und
Anfahrt
Vom Bahnhof Fischhausen-Neuhaus die Waldschmidtstraße hoch und rechts in die Dürnbachstraße einbiegen. An deren Ende (Forst-Bauhof) beginnt der Anstieg. Bis hierher kann man auch mit dem Auto fahren. Wanderparkplatz

An-und Abstieg

Zunächst steiler Anstieg (Beschilderung „Bodenschneidhaus“ folgen) an der Kooperatorkapelle (s. Kasten) vorbei kommt man an eine Kreuzung, die man überquert. Bei der nächsten Kreuzung links. (Schild „Freudenreichalm“). Leicht ansteigend erreicht man diese nach 1 ¼ Stdn. Abstieg wie Aufstieg oder über den Freudenreichsattel zu den Firstalmen und zum Spitzingsattel absteigen (Busverbindung nach Neuhaus). Auch über die Anklalm (s.dort) kann man nach Neuhaus absteigen (Tages-Rundtour).
Bewirtung Die Alm gehört zum Freudenreichbauer in Hausham. Seine Tochter Maria ist die freundliche Almerin. Es gibt eigene Produkte wie Speck, Käs und Wurst mit Brot, selbstgemachten Kuchen und vor allem Schmalznudeln. Kaffee und Getränke. 30 Sitzplätze vor der Hütte, keine Möglichkeit in der Alm. Viele Radler!
Besonderheiten Die Alm ist ca. 300 Jahre alt und hat eine urige Atmosphäre. Ein Kuriosum ist der „Eiskeller“, ein kleines in den Berg gebautes Nebenhäusl, in dem es wirklich saukalt ist und wo das Bier lagert.
Touren von dort Übergang zu den Firstalmen (s.dort) und zum Bodenschneidhaus. Gipfel Bodenschneid und Brecherspitz. Nette Wanderung zum Freudenreichkircherl, das über der Alm auf dem Grat liegt, mit Blick auf die Anklalm (s.dort), zu der man absteigen kann.
Infostand Oktober 2007



Dieser Artikel kommt von Sektion Schliersee im Deutschen Alpenverein
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